Traktor

Der Landwirtschaftsbetrieb

Organisch-biologischen Methoden

Wir arbeiten als Bio-Betrieb mit organisch-biologischen Methoden. Das heißt Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel.

Damit unsere Pflanzen trotzdem nicht verhungern oder von Schädlingen aufgefressen werden, versuchen wir, naturnahe Wachstumsbedingungen zu gestalten durch:

  • vielfältige Fruchtfolgen (wechselnder Anbau von Getreide, Futterpflanzen und Gemüse)
  • Netzabdeckung
  • stickstoffsammelnden Leguminosen, v.a. verschiedene Klee-Arten
  • organische Düngung mit Stallmist (von der Mutterkuhherde der Eltern)
    und
  • Förderung nützlicher Insekten

Typische Arbeiten im Bio-Gemüseanbau sind:

  • Unkraut hacken und jäten
  • Abdecken der Beete mit Netzen oder Flies, um Schadinsekten fernzuhalten

Richtlinien

Genaue Richtlinien zur Erzeugung und Verarbeitung der Bio-Produkte hat der Verband GÄA e.V. - Vereinigung Ökologischer Landbau , zu dem auch mein Betrieb gehört, festgelegt.

Nach der EG-Verordnung 2092/91 erfolgt jährlich eine Kontrolle jedes Bio-Betriebes durch eine unabhängige Kontrollstelle.

Anbau

Unser großes Feld liegt direkt am Elbe-Radweg neben dem Stausee Niederwartha. Dort wird auf einer 6ha großen Fläche folgende Fruchtfolge angebaut:

  • 1 ha – Kleegras (Futter für die Mutterkühe)
  • 2 ha – Feldgemüse und Kartoffeln
  • 1  ha – Perserklee (Futter für die Mutterkühe)
  • 3  ha – Winterroggen (Brotgetreide für die Mühle Miltitz bzw. Pfarrgut Taubenheim)

Anbau1

Auf diesem ca. 1km vom Hof entfernten Feld bauen wir hauptsächlich das Lagergemüse für den Winter an:
Möhren, Zwiebeln, Rote Bete, Pastinaken werden im April ausgesät.

Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Rosenkohl, Kürbisse, Sellerie Porree werden als zugekaufte Jungpflanzen im Mai ausgepflanzt. Diese Kulturen werden auf Dämmen angebaut, dies erleichtert das maschinelle Hacken zwischen den Reihen mit Traktor. Zusätzlich ist natürlich viel Handarbeit zum Jäten und Hacken des Unkrautes in der Reihe nötig.

Kohlrabi pflanzen wir aller 2 Wochen von April bis August, um ständig Frischware im Angebot zu haben.

Eine Beregnungsanlage garantiert eine gleichmäßige Wasserversorgung der Kulturen.

Im Dorfgebiet nutzen wir zwei kleinere Flächen für den Anbau von Frischgemüse (ca. 0,25ha), das täglich frisch geerntet wird:

  • Salate werden aller 2 Wochen als zugekaufte Jungpflanzen gepflanzt.
  • Spinat, Radies, Bohnen, Zuckererbsen werden in mehreren Sätzen ausgesät.
  • Erdbeeren, Rhabarber, Himbeeren und Kräuter ergänzen unser Angebot.
In 2 kleinen Foliezelten (je 120qm) wachsen im Sommer Gurken und Tomaten, im Winter Feldsalat.

Anbau2

Wir können fast das ganze Jahr über frische Gemüse ernten, in den Sommer- und Herbst-Monaten besteht unser Wochenangebot aus 15 - 20 verschiedenen Gemüsearten. Im Winter werden neben dem Lagergemüse Feldsalat, Porree, Rosenkohl und Grünkohl frisch angeboten.

Die Pflanz-, Pflege- und Erntearbeiten der Gemüsekulturen übernehmen zum großen Teil ein Lehrling und ein Praktikant im Freiwillig Ökologischen Jahr. Studenten und Schüler können während der Hauptsaison Erfahrungen im Gemüseanbau sammeln. Ein Teil der Traktor-Arbeiten übernimmt mein Vater mit seiner Technik.

Wir liefern 1 bis 2 mal pro Woche verschiedene Läden, Verbrauchergemeinschaften und Bio-Lieferservice in Dresden an. Geerntet wird täglich die für den Folgetag bestellte Ware. Salate ernten wir, soweit möglich, früh vor der Auslieferung in die Läden.